Viele hundert Gäste waren in die festlich dekorierte Turnhalle des Gymnasiums Gaimersheim gekommen, um von 54 Abiturientinnen und Abiturienten den großartigen Abschluss der Schullaufbahn des ersten neu eingeführten G9-Jahrgangs zu begehen. Im Rahmen eines stimmungsvollen Festakts und begleitet von unzähligen Glückwünschen wurde dieser bedeutsame Anlass gebührend gefeiert und die jungen Erwachsenen in einen neuen Lebensabschnitt entlassen.
„Auch wenn’s schön war, lasst uns gehen, wir sind ja eh schon ein Jahr im Verzug“
Meldung vom 30. Juni 2026
Am Gymnasium Gaimersheim wurde 54 Abiturientinnen und Abiturienten feierlich das Abschlusszeugnis überreicht


Zu Beginn der Feierlichkeiten hatten einige Abiturientinnen und Abiturienten mit den Fachschaften Religion unter der Federführung von Kristina Bauch, Sarah Behrendt und Andreas Hilz eine ökumenische Abiturandacht in der evangelischen Erlöserkirche Gaimersheim vorbereitet, die unter dem Abitur-Motto „Casino“ stand. Es wurde darauf geblickt, wie man im Leben die Karten gespielt hat und spielt, dass man manchmal pokert, alles auf eine Karte setzt, manchmal vielleicht auch schlechte Karten hat, aber hoffentlich immer ein As im Ärmel, nämlich Gott, hat. Der Mittel- und Oberstufenchor gestaltete die Andacht musikalisch und brachte sich auch mit wunderbaren Liedern in die nun folgenden Höhepunkte ein.

Denn zum feierlichen Schlusspunkt am Ende ihrer neunjährigen Schullaufbahn fanden sich die Absolventinnen und Absolventen mit ihren Eltern, Geschwistern, Freunden und ihren Oberstufenlehrkräften in der Turnhalle des Gymnasiums Gaimersheim zu ihrer offiziellen Abiturfeier mit Zeugnisübergabe ein. Durch den Abend führten gut gelaunt die zwei Absolventen David Lichtenfeld und Muhammed Özgül, die ihre Moderationen immer mit dem nötigen Humor anreicherten.

Begonnen wurde der Reigen der Redner mit dem stellvertretenden Eichstätter Landrat Sven John. Er betonte, dass die Absolventinnen und Absolventen des diesjährigen Abiturjahrgangs am Gymnasium Gaimersheim neun Jahre gemeinsam erlebt und dabei viel für das Leben gelernt haben und nun zum einen auf die neuen Chancen blicken und diese ergreifen, zum anderen aber auch Danke an die Lehrer, Eltern und Unterstützer sagen sollen.

Auch die Gaimersheimer Bürgermeisterin Andrea Mickel beglückwünschte die diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten und betonte die Bedeutung dieses Meilensteins, der vor 13 Jahren mit einer Schultüte in der Hand und stolzen Eltern im Gepäck begonnen hatte.

Unter die Empfehlung aus dem Buch „Momo“ von Michael Ende, immer auf den nächsten Besenstrich zu schauen und so Stück für Stück die eigene Zukunft aufzubauen, stellte die Vorsitzende des Elternbeirats, Kirsten Wagenseil, ihre Rede. Als Geschenke überreichte der Elternbeirat jeder Abiturientin und jedem Abiturienten eine Powerbank und finanzierte auch Erinnerungspolaroid-Fotos nach der Zeugnisübergabe. Auch die beiden Redner des neu gegründeten Vereins „Freunde und Förderer des Gymnasiums Gaimersheim“, Christiane Musman und Malte Bodenhagen, ermunterten die Absolventen, Mut zu haben und jedes Scheitern als neue Chance zu ergreifen. Darüber hinaus bauen sie gerade auch ein Alumni-Netzwerk auf, zu dem hoffentlich viele der Schulabgänger und Eltern beitreten werden.

Humorvoll zurückgeblickt wurde danach bei der Abirede der Absolventen, die in diesem Jahr von Franziska Regensburger und Julian Thaysen gehalten wurde. Mit „Das Kultusministerium hat uns ein extra Jahr aufgebrummt, was haben wir denen nur getan“ leiteten die beiden humorvoll ein und präsentierten danach eine abwechslungsreiche Rede aus unterschiedlichsten Anekdoten, der ein oder anderen augenzwinkernden Spitze und pointiert gesetzten Gedanken. Schließlich sei sich der letzte G8-Jahrgang ein bisschen wie ein Sandwich-Kind vorgekommen, man sei halt so mitgelaufen, sei aber trotzdem irgendwie von allen geliebt worden. Sie schlossen mit den Worten: „Auch wenn’s schön war, lasst uns gehen, wir sind ja eh schon ein Jahr im Verzug!“

Von ganzem Herzen für die vergangenen acht Jahre und die große Unterstützung bedankte sich der Jahrgang anschließend auf der Bühne mit kleinen Geschenken bei den Lehrkräften, der Schulleitung, dem Sekretariat, dem Hausmeister und natürlich auch ihrem engagierten Oberstufenbetreuer Wolfgang Uebersezig.
Die Abschlussrede des Tages gebührte selbstverständlich der Schulleiterin des Gymnasiums Gaimersheim, Christine Schmid-Mägele, die in ihrer Rede die Schule mit einem Basislager beim Bergsteigen verglich, in dem man sich für die vielen Aufstiege und Herausforderungen vorbereiten konnte. Die Absolventen haben nun gelernt, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu haben und können nun jeden scheinbar unüberwindbaren Berg überwinden. Sie seien nun bereit für viele neue Aufstiege und Gestalter ihrer eigenen Zukunft.
Der große und bewegende Abschluss des Abends war selbstverständlich die Verleihung der Abiturzeugnisse. Alle Abiturientinnen und Abiturienten bekamen dabei zurecht ihre eigene würdige Bühne, als sie jeweils zu den Klängen des eigenen Wunschliedes zur Bühne hinaufgingen und dort neben dem Abiturzeugnis die Glückwünsche der Schulleitung, des Oberstufenkoordinators und des Elternbeirats entgegennehmen durften. Dazu wurden zahlreiche Absolventinnen und Absolventen gewürdigt, teilweise mit besonderen Preisen überregionaler Institutionen, teilweise aber auch, da sie sich über viele Jahre hinweg mit größtem Engagement für die Schulgemeinschaft eingebracht haben. Mit einer fröhlichen gemeinsamen Feier klang danach der beeindruckende Abschied für diesen beeindruckenden Abiturjahrgang würdevoll aus.
















