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Gaimersheimer Schwimmschule gewinnt bayerischen P-Seminar-Preis 2026

Meldung vom 26. Oktober 2026

Außergewöhnliches Schülerprojekt des Gymnasiums Gaimersheim wird als eines der besten P-Seminare Bayerns ausgezeichnet – Schwimmschulidee sorgt bundesweit für Aufmerksamkeit

Das P-Seminar „Schwimmschule Gymnasium Gaimersheim“ unter der Leitung von Pantelis Ioannidis und Stefan Liepold wurde mit dem renommierten P-Seminar-Preis 2026 ausgezeichnet und zählt damit zu den 27 besten P-Seminaren in ganz Bayern. Als einer von drei Preisträgern im Aufsichtsbezirk Oberbayern-West überzeugte das außergewöhnliche Projekt durch seine innovative Idee, die gelungene praktische Umsetzung und seinen gesellschaftlichen Mehrwert. Damit wurde aus einer zunächst ungewöhnlichen Idee ein mehrfach beachtetes Vorzeigeprojekt, das inzwischen sogar deutschlandweit für Aufmerksamkeit gesorgt hat.

Der P-Seminar-Preis wird jährlich vom Bayerischen Kultusministerium gemeinsam mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, dem Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft und der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG verliehen. Ausgezeichnet werden besonders gelungene Projekte, die praktische Erfahrungen mit wertvollen Einblicken in die Berufswelt verbinden. Die Gaimersheimer Schwimmschule konnte dabei auf ganzer Linie überzeugen und darf nun sogar auf eine weitere Auszeichnung hoffen: Aus den 27 Regionalsiegern werden vier Landessieger ausgewählt, die Ende November in München geehrt werden.

Begonnen hatte alles mit einem Artikel im Donaukurier vom Mai 2025 über den zunehmenden Mangel an Schwimmunterricht für Kinder. Fehlendes Lehrpersonal und begrenzte Schwimmbadkapazitäten stellen viele Schulen vor große Herausforderungen. Die Schülerinnen und Schüler des P-Seminars wollten sich damit jedoch nicht einfach abfinden. Unter der Leitung von StR Pantelis Ioannidis und StD Stefan Liepold entwickelten sie eine ebenso ungewöhnliche wie zukunftsweisende Idee: die Gründung einer eigenen Schwimmschule, die qualifizierte Schwimmlehrerassistenten ausbildet und diese anschließend Schulen und Vereinen zur Unterstützung zur Verfügung stellt.

Dabei gingen die Jugendlichen das Projekt von Anfang an wie ein echtes Start-up an. Sie beschäftigten sich mit Rechtsformen, ließen sich von Steuerberatern und Notaren beraten und gründeten schließlich die „Schwimmschule Gymnasium Gaimersheim e. V.“ samt eigener Vorstandschaft. Auch die Finanzierung der rund 1.000 Euro Projektkosten organisierten sie durch Spenden und eigene Verkaufsaktionen weitgehend selbst.

Das eigentliche Herzstück bildete jedoch die praktische Ausbildung. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Schwimmverband absolvierten die Jugendlichen eine 40 Lerneinheiten umfassende Grundausbildung im Anfängerschwimmen, erwarben das Rettungsschwimmabzeichen in Bronze und absolvierten einen Erste-Hilfe-Kurs.

Dass die Idee nicht nur auf dem Papier funktioniert, bewiesen die frisch ausgebildeten Schwimmlehrerassistenten anschließend beim Schwimmunterricht an der Grundschule Gaimersheim. Unter zusätzlicher Aufsicht unterstützten sie drei dritte Klassen und gestalteten einen eigenen Schwimmtag für die Zweitklässler.

Dieser Einsatz sorgte schließlich sogar für bundesweites Aufsehen: Die ARD-„Tagesthemen“ berichteten ausführlich über das außergewöhnliche Projekt, auch Bayern 1 und Bayern 2 griffen die Idee in eigenen Beiträgen auf. Inzwischen haben weitere Schulen und Kommunen Interesse an dem Konzept bekundet.

Mit dem P-Seminar-Preis, der von der Ministerialbeauftragten Oberbayern-West, Brigitte Grams-Loibl überreicht wurde, erhält dieses bemerkenswerte Engagement nun auch auf höchster bayerischer Ebene die verdiente Anerkennung. Die Schülerinnen und Schüler haben dabei nicht nur wertvolle Erfahrungen in Betriebswirtschaft, Sportmanagement und Vereinsorganisation gesammelt, sondern vor allem gezeigt, wie aus einer kreativen Idee durch Eigeninitiative, Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein ein nachhaltiges Projekt mit echtem gesellschaftlichem Nutzen entstehen kann. Und das Beste daran: Die Schwimmschule soll auch über das Ende des P-Seminars hinaus weiterbestehen.